Metalldach: Vor- und Nachteile

Das Metalldach, oft als Blechdach bezeichnet, stellt eine zeitgemäße, pflegeleichte und langlebige Alternative zu herkömmlichen Dächern dar. Aufgrund ihrer Leichtigkeit erfreuen sich Metalldächer sowohl bei Altbausanierungen als auch bei Neubauten zunehmender Beliebtheit. Daher ist es an der Zeit, die verschiedenen Metallarten, ihre Vor- und Nachteile sowie die Kosten eines Blechdaches genau zu betrachten.

Metalldach: Vor- und Nachteile

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Das Metalldach: Metallarten, Kosten und Vor- und Nachteile

Ein Dach fungiert sowohl als architektonisches Gestaltungselement als auch als Schutz vor Sonne, Wind, Regen und Schnee. Darüber hinaus beeinflussen die Eindeckung und Form eines Daches nachhaltig die Ästhetik eines Hauses. Ob Metall für das Dach gewählt wird oder nicht, bleibt letztlich eine Materialfrage, da erhebliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Metallarten bestehen.


Metallplatten und Metallschindeln sind nicht nur für die Eindeckung von Dächern bei Garagen und Industriegebäuden geeignet, sondern finden auch Verwendung bei Wohnhäusern. Dennoch ist das Eindecken eines Daches stets ein umfangreiches Projekt, unabhängig vom verwendeten Material. Daher ist es ratsam, die Hilfe eines Dachdeckers in Anspruch zu nehmen. Hier ein Überblick über die verschiedenen Materialien und deren Kosten: Aluminium, Kupfer, Titanzink und Edelstahl.

Dächer aus Aluminium

Aluminium ist ein äußerst weiches, leichtes und zugleich widerstandsfähiges Metall, das jedem Wohnraum eine moderne Ästhetik verleiht. Dank seiner ausgezeichneten Verformbarkeit lässt es sich mühelos bearbeiten. Es kann mit verschiedenen Materialien wie Titanzink und verzinktem Stahl kombiniert werden. Zudem zeichnet es sich durch eine hohe Korrosionsbeständigkeit aus, wodurch es keinen Schaden durch Witterungs Einflüsse nimmt. Leider kann ein Aluminiumdach bei mechanischen Belastungen oder durch Hagel unschöne Beulen und Dellen aufweisen, die sichtbar bleiben. Bei der gemeinsamen Verwendung mit Kupfer kann Elektrokorrosion auftreten. Aluminium ist nicht lötbar.


Richtpreis: etwa 40 Euro pro m².

Dächer aus Kupfer

Kupfer zählt zu den edlen Metallen. Im Laufe der Zeit entwickelt das Material durch Korrosion eine natürliche grüne Patina, die es unempfindlich gegenüber verschiedenen Witterungsbedingungen macht. Ein eindrucksvolles Beispiel sind die jahrhundertealten Kupferdächer vieler historischer Bauwerke. Kupfer lässt sich problemlos mit rostfreiem und verzinktem Stahl kombinieren und kann leicht gelötet werden.


Ungefähre Preisangabe: etwa 100 Euro pro m².

Dächer aus Titanzink

Ein Dach aus Titanzink bietet eine besonders ästhetische Optik. Diese Legierung besteht aus Zink sowie einer kleinen Menge Titan, Aluminium und Kupfer, was sie noch korrosionsbeständiger und weniger spröde macht. Sie entwickelt eine feine Patina in einem grauen Farbton, die jedoch nicht jedem Bauherren zusagt. Das Material lässt sich zudem unkompliziert zuschneiden und ist gut formbar.


Ungefähre Preisspanne: 15 bis 20 Euro pro m² (zum Vergleich: einfache Zinkbleche kosten 8 bis 10 Euro pro m²).

Dächer aus Edelstahl

Edelstahlplatten und Metallschindeln zeichnen sich durch ihre außergewöhnliche Korrosionsbeständigkeit und Stabilität aus. Rostfreier Edelstahl beinhaltet mindestens 10,5 % Chrom und überzeugt zudem durch eine besonders hohe Festigkeit. Daher sind Bedachungsbleche aus nicht rostendem Edelstahl deutlich dünner als solche aus anderen Metallen.


Ungefähre Preisrichtlinien:

einfache Varianten ab 100 Euro pro m² 

hochwertige Varianten zwischen 130 und 140 Euro pro m².

Metalldach Vorteile

Metalldächer zeichnen sich durch ihr geringes Gewicht und ihre außergewöhnliche Langlebigkeit aus. Diese Eigenschaften machen sie besonders geeignet für die Sanierung älterer Dächer, da viele historische Dachstühle oft nicht mehr in der Lage sind, das Gewicht von traditionellen tonverkleideten Dächern zu tragen. Dennoch halten sie häufig dem Gewicht einer Metalleindeckung sowie der notwendigen Dachdämmung problemlos stand.


Darüber hinaus sind Dächer aus Metall umweltfreundlich. Sie bieten eine hohe Robustheit und Feuerbeständigkeit und verhindern die Ansiedlung von Moosen. Da Schnee leichter von der Metalloberfläche rutscht, verringert sich das Risiko einer übermäßigen Schneelast auf dem Blechdach. Zudem lassen sich die Metallplatten schnell und unkompliziert verlegen, da sie in Form von mehreren Metallschindeln zusammengefügt sind, wodurch eine Einzelverlegung jeder einzelnen Metalldachpfanne entfällt.


  • hohe Langlebigkeit
  • einfache und rasche Verarbeitung
  • geringes Gewicht
  • hohe Feuerfestigkeit
  • gute Hagelfestigkeit (außer bei Aluminium)
  • äußerst umweltfreundlich
  • Schutz vor Moosbefall
  • hohe Dichtigkeit
  • große Sturmsicherheit
  • minimales Risiko einer zu hohen Schneelast.

Metalldach Nachteile

Aufgrund ihrer hohen Wärmeleitfähigkeit weisen Metalle weniger gute Dämmeigenschaften auf. Daher ist es wichtig, die Dachdämmung bei der Eindeckung Ihres Daches sorgfältig zu planen. Zudem kann sich ein Blechdach bei Temperaturschwankungen verformen: Es dehnt sich bei Wärme aus und zieht sich bei Kälte zusammen.


Dank der hohen Dichtigkeit eines Metalldachs bleibt nicht nur Regenwasser außen, sondern auch der im Haus entstehende Wasserdampf bleibt drinnen. Dies kann zur Schimmelbildung im Innenraum führen. Eine zweischalige, belüftete Konstruktion kann jedoch helfen, die Bildung von Schimmel zu verhindern.


Nicht alle Metallarten lassen sich für ein Metalldach bedenkenlos kombinieren. Einige Metalle sind empfindlich im Zusammenspiel mit anderen. Beispielsweise sollte die Kombination von Aluminium und Zink mit Kupfer oder Stahl unbedingt vermieden werden. Es empfiehlt sich, sich von einem Dachdecker beraten zu lassen, der Erfahrung mit den verschiedenen Metallen für die Dacheindeckung hat.


  • Nicht jedes Metall ist mit anderen Metallen kombinierbar,
  • hohe Gefahr von Schimmelbildung,
  • schlechte Dämmeigenschaften,
  • Verformungen bei Temperaturschwankungen.

Welche Dächer lassen sich mit Metall eindecken?

Ein Metall-Dach ist grundsätzlich für jede Art von Dachform möglich. Sogar Walmdächer und Satteldächer können heute mit Metallschindeln eingedeckt werden. Am häufigsten finden sich Metallverkleidungen bei Pult- und Flachdächern. Besonders im Neubau erfreuen sich Metalldächer großer Beliebtheit. Auch bei der Sanierung von Altbauten kommen Metalldächer vermehrt zum Einsatz, da viele alte Dachstühle das Gewicht von Ton- und Betonziegeln nicht mehr tragen können. Zudem entfällt der Aufwand für den Neuaufbau des Dachstuhls. Da die Eindeckung mit Metalldächern eine Aufgabe für Fachkräfte ist, sollten Sie unbedingt einen professionellen Dachdecker dafür engagieren.

Angebot für ein Blechdach erhalten

Metalldächer erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Eine Neueindeckung oder Sanierung sollte jedoch in die Hände eines Fachmanns gelegt werden. Haben Sie bereits einen gefunden? Falls nicht, empfehlen wir Ihnen, noch heute über unser Formular Ihre Anfrage zu senden. Sie erhalten umgehend ein Angebot von uns.